| Belasco
Technique Knowing Everyone´s Okay Something Between Us
Manchen Bands ist es anscheinend einfach nicht gegönnt. Sie spielen sich den Arsch ab, nehmen Alben auf, touren, was das Zeug hält, und dennoch wird nur am Rande Notiz von ihnen genommen. Dieses Schicksal scheint den Schotten Belasco zumindest zuzukommen.
Seit ca. 5 Jahren gibt es diese Band, die so schönen, schmerzvollen Britpop dahinblättert. Das Mini-Album "Simplicity" und die "Car EP" erscheinen noch in England auf Splendid Music. Doch nach einem Todesfall bricht das Label vorerst zusammen - und Belasco kommen in der Folge auf dem deutschen Label Supermusic unter. Dort veröffentlichten sie bisher 2 Alben und eine EP. 2002 kommt das 7 Song-starke Album "Technique" raus, das mit dem bisher größten Hit der Band beginnt: "15 Seconds". "Breahthe" schafft es doch tatsächlich, noch melancholischer zu wirken mit seinen Gitarren, dem langsamen Gesang Tim Brwonlows. Traurigkeit pur, ein Blick aus dem Fenster an einem völlig verregneten Sonntag, an dem niemand auf der Welt sich zu befinden scheint.
"Knowing Everyone´s Okay" erscheint ein Jahr später. Auf das Album folgt dann auch eine Tour mit unzähligen Gigs in Deutschland, Österreich, Schweiz, UK… Insgesamt über 150 Shows (eine davon auch in Bielefeld, schöne Show, aber wenige Besucher!), davon einige auf den größten Festivals wie Isle Of Wight (UK) oder Haldern, zusammen mit Idolen wie Paul Weller. "Knowing Everyone´s Okay" zeichnet sich durch aggressivere Spielweise aus. Durckvolleres Schlagzeug, mehr Bass und teilweise fröhlichere Gitarren lassen aufwachen aus der Wehmut des Vorgänger-Albums. "Roses" treibt vollends die letzte Schwermut aus den Gliedern. "Someone Inside" schwimmt wieder in seichteren Gefilden, was auf nette Art durch Plattenspieler-Kratz-Geräusche untermauert wird.
Im März dieses Jahres erscheint dann die EP "Something Between Us". Lediglich 5 Stücke sind darauf enthalten. Gleich der Opener "Something Between Us" schließt nahtlos an das 2 Jahre alte Vorwerk an. Kopfnicker-Basslinien, fußzuckende Gitarrensounds kürzere Spieldauer- lediglich im Schnitt 3 Minuten lange Songs- lassen die Titel kompakter werden. Schließlich entsteht auch ein düsteres Video zum Song, das man sich auf der Bandhomepage anschauen kann.
Jetzt endlich scheint man auch in England wirklich aufmerksam geworden zu sein auf die traurigen, schwermütigen, dennoch druckvollen Britpop-Melancholie-Perlen. Anfang 2006 wird denn endlich das erste Voll-Album in UK erscheinen. Lockjaw Records hat Belasco unter Vertrag genommen. Vielleicht wird ja was lange währt letzten Endes wirklich gut! <--zurück
The Masterbrain
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