Coco Rosie


Noah´s Ark


Zauberstimmchens und allerlei verschrobenes Instrumentarium sind beteiligt am zweiten Album der Cassady-Schwestern aus dem New Yorker Untergrund, die sich Coco Rosie nennen. Ihr neues Album heißt "Noah´s Ark" und so vielfältig die Tierpracht an Bord des alten Schiffes ist, so bunt ist auch ihre Geräusch-Fülle.

 

Mit beteiligt sind u.a. Devendra Banhart, Diane Cluck und Jana Hunter, allesamt Größen im versponnenen Universum des Indie-Undergrounds, denen ein Hang zum Hippietum definitiv allein schon wegen des Aussehens nicht mehr abzusprechen ist. Kinderspielzeug und -Musikalien, Windglockenspiele, Kuhglocken, irgendwie alles eingefangen, Momentaufnahmen, dazu mal mit Computer, mal ohne Computer, beherrschen den Sound, der so einzigartig ist, dass Coco Rosie sofort heraus stechen aus dem Wust der Album- und CD-Schwemme. In "Beautful Boyz" gibt ein rauschender Drum-Computer den Rhythmus vor, der von minimalem Piano und zerbrechlichem Männergesang von Antony eingewoben wird. Das Ziel ist die Musik, nicht das vollendet produzierte Album, der Weg ist der Einsatz von allem, was Töne erzeugt, nicht der perfekt aufeinander gesetzte Ton. Banhart steuert seinen Anteil in "Brazilian Sun" bei, Gesang wie durch ein Megaphon.

 

Wie Zuckerwattefäden weben sich Coco Rosie in Zeitlupe ums Gehör mit ihren süßen Sangpassagen. Auf dem Albumcover fickeln 3 Einhörner miteinander, dem einen springt dabei doch tatsächlich ein Regenbogen aus den Augen- so verzaubert in etwa kann werden, wer sich auf die abstrusen, aber dennoch so wunderbaren Soundcollagen Coco Rosie´s einlässt. <--zurück

 

The Masterbrain

 

Coco Rosie Bandpage

Touch & Go Records

Soulfood Music

 
 
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