Trash´n´Film

Pudelmützenrambos

 

Heute greife ich mal gaaanz tief in die Kloake und begebe mich in die tiefsten und dunkelsten Abgründe der Scheissigkeit, denn genau dort ist der im westfälischen Stadtlohn gedrehte Amateurfilmschund „PUDELMÜTZENRAMBOS“ anzutreffen.

 

Eines vorweg: Wenn es für Filmverbrechen Haftstrafen geben würde müsste man Regisseur Jochen Taubert hierfür die Höchststrafe aufbrummen, denn bei aller Sympathie für billige Trashfilme, dieser Film ist einfach nur beschissen.

 

Und darum geht’s laut DVD-Cover:

 

„Charly, die Pudelmütze, ist ein totaler Versager. Nichts klappt in seinem Leben. Er ist eben ein Tollpatsch, wie es im Buche steht. Er hat Pech mit den Frauen, tritt in jedes Fettnäpfchen, bekommt Ärger mit der Polizei, Rockern und seiner eigenen Familie. Als in seiner Stadt lauter Mädchen verschwinden und auch seine Schwester entführt wird, reicht es ihm. Er trommelt seine Freunde zusammen - eine ganze Clique aus Versagern, Nieten und Feiglingen, denen er erklärt, dass sie einzeln schwach, doch gemeinsam stark sind. Sie sind die Pudelmützenrambos. Gemeinsam treten sie nun gegen die mächtigen Vampirboss und seine Söldnerarmee an. Mit viel Kameradschaft und ein wenig Glück besiegen sie das Böse und befreien Charlys Schwester.“

 

 

 











 

 

Das Cover der DVD verspricht schon nichts gutes, muss man doch erfahren das sich anscheinend so Knallköpfe wie Frank Zander, Jürgen und Ramona Drews, Ralf Möller sowie Dolly Buster (die hier wohl in ihrem ersten nicht in vertikaler Position gedrehten Film zu sehen ist) wie immer für nichts zu schade sind und an diesem Machwerk mitwirken

 

Naja, wie eben erwähnt, sie machen „anscheinend“ mit, denn ob Ralf Möller auch nur eine Ahnung davon hat, dass er für die Pudelmützenrambos wirbt, ist ziemlich zweifelhaft. Wie es ausschaut, wurde er bei irgendeiner Kinopremiere heimlich gefilmt wie er über den roten Teppich marschiert, im Kinosaal sitzt und dort eine kleine Ansprache hält. Dieses Material wurde dann dreisterweise einfach in den Film reingeschnitten, natürlich ohne jeden Bezug zur eh nur sehr dürftigen Story. Der nächste Kandidat wäre Frank Zander, der im Film angeblich den Oberbösewicht spielen soll, dies aber nur durch eingespielte, verstaubte Videoclips seiner alten „Hits“ wie „Hier kommt Kurt“ bzw. in einigen Szenen durch ein Double, dargestellt wird.

 

Die anderen Z-Promis, bleiben noch der König von Mallorca mit seiner ebenso peinlichen Gattin sowie der ausgenudelte Buster Bomber und „Preis ist Heiß“ Megastar Harry Wijnvoord haben auch nur kleine Gastauftritte von höchstens 5 Minuten. Das reicht dann aber auch - völlig sogar.

 

Die eigentlichen (hüstel) Schauspieler machen ihre Sache so schlecht das man nur hoffen kann dass Sie in ihrer weiteren Karriere höchstens noch für Passfotos vor der Kamera stehen werden. Da erkennt man wirklich bei keinem wenigstens den Ansatz von Schauspielerischem Talent. Der Ton ist natürlich auch miserabel, die Dialoge oft nur schwer verständlich (aber das ist leider eine häufige Krankheit bei Amateurfilmen). Selbst die wenigen Splattereffekte sind ausnahmslos miserabel. Dass sich dieses filmische Desaster auch noch auf ganze EINHUNDERTACHTUNDZWANZIG MINUTEN!!!!!! beläuft macht den Streifen dann doch noch zu einem Meilenstein der Filmgeschichte, nämlich dem der Langeweile.

 

Bezeichnend ist zudem das die beste Szene des Films der Abspann ist, denn dort bekommt man einige Outtakes von misslungenen Szenen zu sehen (eigentlich müsste der Abspann also nochmal 128min dauern)!

 

Also, ich wette, dass ich mit einer 200-Euro-Videokamera, keinem Budget, keinem Drehbuch und den nächstbesten 10 Leuten, die ich auf der Strasse treffe, einen interessanteren und unterhaltsameren Film drehen kann (na, hoffentlich nimmt die Wette keiner an...)

 

stereoeyes

 
 
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