| The White Birch
Come Up For Air
Eine dreiviertel Stunde mit schwereloser Leichtigkeit schweben im Universum. Eingehüllt in dicker Watte wird man angestupst von jedem Ton und weiter getragen. The White Birch sind endlich wieder zurück mit ihrem neuen Album "Come Up For Air".
3 Jahre haben die 3 Osloer gebraucht, immer wieder das Release-Datum heraus geschoben. Aber gut Ding will Weile haben, und wenn so etwas Schönes und Sphärisches dabei heraus kommt, dann nimmt man das den Herren auch nicht Übel. Poppiger sind sie geworden, die Songs besitzen mehr Struktur, ohne dabei aber das Große, Schwebende des Vorgänger-Albums "Star Is Just A Sun" abzulegen. Pointierter Einsatz der Instrumente, die eine gar nicht geringe Anzahl besitzt, geben den Songs den Raum, sich frei zu setzen und jeder für sich selbst als Schönheit dazustehen. Einen Ton auch mal ausklingen zu lassen und nicht gleich eine Lücke mit neuen Geräuschen zu füllen, braucht eine Menge Ruhe und Gelassenheit. "The White Birds" schafft diese angenehme Entspanntheit. "Stand Over Me" lebt durch die feenhafte Stimme Ola Fløttums, durch die Trompeten, die wie vom Winde angehaucht durch die Atmosphäre schwingen. "Your Spain" lässt mit seinem glasklaren Schlagzeug-Sound aus der angenehmen Müdigkeit sachte aufwachen und auch "Silent Love" besticht eher durch unverschleiertere Piano-Passagen.
The White Birch scheinen also mit "Star Is Just A Sun" ihren musikalischen Stern gefunden zu haben. Mit "Come Up For Air" laden sie ein, auf ihm zu verweilen. Ihr Universum ist greifbarer als das Sigur Rós, aber genau so schön! <--zurück
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